Seit Jahren kriegt der kriselnde Autozulieferer aus Franken die Nachfolge nicht geregelt. Nun will Michael Stoschek seinen Sohn installieren. Gelingt dem Patriarchen wirklich der Rückzug?
Bamberg, Coburg, München. Es ist ja nicht so, dass Michael Stoschek nicht gerne aufhört. Er hört sogar so gerne auf, dass er es gleich mehrfach macht. Vor anderthalb Jahren etwa, da zog sich der fränkische Milliardär von der Spitze des Brose-Verwaltungsrats zurück, übergab den Autozulieferer an einen Familienfremden. Gleichzeitig übernahm Sohn Maximilian den Vorsitz der Gesellschafterversammlung.
Heute ist Stoschek senior allerdings noch immer im Amt. Nach gerade mal elf Wochen kam er zurück. „Die Familie hat wieder das Sagen“, erklärte er im Juli 2024 – und übernahm erneut den Chefposten des Kontrollgremiums.
Ein paar Monate später ging der damalige CEO, Stoschek setzte einen Vertrauten ein. Der Vorgang hat den Patriarchen, der auch sonst zu Verhaltensauffälligkeiten neigt, nicht davon abgehalten, diese Versuchsanordnung nun zu wiederholen.
Stoschek, mittlerweile 77 Jahre alt, will zum Jahresende wieder den Verwaltungsratsvorsitz abgeben. Und zwar an ebenjenen Maximilian, dem er dieses Erbe lange nicht zugetraut hat. Die Frage ist nun: Läuft es dieses Mal besser? Denn die Umstände sind seit damals nicht einfacher geworden.
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