Umzingelt von Atomfreunden? So sehen die Nuklearpläne von Deutschlands Nachbarn aus

Während Deutschland die letzten Reaktoren abschaltet, will eine Reihe von EU-Ländern in die Atomkraft investieren. Viele Projekte sind aber bislang vor allem politische Ankündigungen.

Paris, Riga, Wien, Madrid, Stockholm, Rom. In der ungarischen Stadt Paks wird an der Energiezukunft gearbeitet, als gäbe es den Ukrainekrieg nicht. Ungarn betreibt dort vier Atomreaktoren, zwei weitere sollen dazukommen. Die Reaktoren und die Kredite stammen zum großen Teil von Russlands Atombehörde Rosatom, die Turbinen von der amerikanischen GE Energy und die Steuerung voraussichtlich von Siemens und der französischen Firma Framatome.

Russland und westliche Unternehmen sind hier also geschäftlich auf eine Weise verbunden, wie das seit dem russischen Angriff auf die Ukraine vor gut einem Jahr sonst wohl nirgends mehr der Fall ist. Die ungarische Regierung glaubt, dass das Land auf Atomstrom angewiesen ist für eine sichere Energieversorgung. Mit dieser Haltung steht sie nicht allein da: Mehrere Staaten Osteuropas setzen auf den Ausbau der Nuklearenergie – wenn auch nicht gemeinsam mit Russland.

Politisch verbündet haben sich die osteuropäischen Länder mit Frankreich, das in der EU für eine Anerkennung der Kernkraft im Kampf gegen den Klimawandel wirbt – und dabei die Geschäftsinteressen seiner Atomindustrie im Hinterkopf hat. Mehr oder weniger konkrete Pläne für neue Reaktoren gibt es auch in den Niederlanden und in Schweden. Ist Deutschland, das im April die letzten Meiler abschaltet, plötzlich umzingelt von Atomfreunden?

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Co-Autoren: Gregor Waschinski, Mareike Müller, Daniel Imwinkelried, Sandra Louven, Helmut Steuer

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