Diese zehn Podcasts und Serien sollten Sie nicht verpassen

Fünf Podcasts, fünf Serien: Alle drehen sich irgendwie um Geld. Das Handelsblatt-Wochenend-Team empfiehlt Hörstücke und bewegte Bilder aus diesem Jahr, die sich jetzt noch lohnen.

Düsseldorf. Das eine Fest ist vorüber, das andere noch nicht da, und Sie haben Zeit? Nutzen Sie Ihren Freiraum zwischen den Jahren, um sich in die besten Podcasts und Serien der vergangenen Monate zu vertiefen.

Das Handelsblatt-Wochenend-Team empfiehlt diese zehn Sendungen. Podcast 1: Hotel Matze. Einmal rutschte es ihm in diesem Jahr heraus: Da verriet Matze Hielscher, was er von seinem Gesprächspartner wirklich hielt. Es ging um den damals noch amtierenden Bundesfinanzminister Christian Lindner, von dem Hielscher sich getäuscht fühlte. Und das macht der Podcast-Host im Vorspann deutlich.

Das ist ungewöhnlich für einen Gesprächsgastgeber, der seinen Gästen ungewohnt nahekommt, es dabei aber schafft, jede Voreingenommenheit für sich zu behalten. So ist Hielscher in den vergangenen Monaten von einem Podcast-Quereinsteiger zum Moderator der Berliner Republik geworden. Er trifft die erste Reihe der Gesprächspartner, die man schon tausend Mal gehört hat – und denen Hielscher doch immer wieder Neues entlockt.

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Co-Autoren: Benjamin Ansari, Sven Prange, Nell Rubröder, Teresa Stiens

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Ist Postfaschistin Meloni eine Brückenbauerin für Trump?

In Deutschland und Frankreich kriselt es, während die Italienerin immer mächtiger wird. Sie könnte Trumps erste Ansprechpartnerin in Europa werden, auch dank ihrer Freundschaft mit Elon Musk.

Rom. Giorgia Meloni feierte die Wahl der neuen EU-Kommission als Sieg für „alle Italiener“. Es sei kein Triumph ihrer Regierung – das war der Ministerpräsidentin ganz wichtig. Aber natürlich ist er vor allem das: Meloni hatte monatelang darum gerungen, ihren Vertrauten Raffaele Fitto als Kommissionsvize durchzusetzen und mit der Regionalförderung auch noch ein wirtschaftlich wichtiges Ressort zu gewinnen. Kommissionschefin Ursula von der Leyen betonte: „Das ist eine Entscheidung, die ich getroffen habe.“

Fitto gehört genau wie Meloni zur postfaschistischen Partei „Fratelli d’Italia“. Im Gegenzug wurde von der Leyen auch mit Stimmen aus den Reihen der Fratelli zur zweiten Amtszeit gewählt.

Im EU-Parlament ist damit die viel zitierte „Brandmauer“ längst gefallen: Gleich mehrmals stimmte die konservative EVP-Fraktion, in der auch CDU und CSU sitzen, zuletzt gemeinsam mit rechten und rechtsextremen Parteien ab, unter anderem mit Melonis Fratelli.

Melonis Macht in Europa ist damit auf einem neuen Höhepunkt. Mit Blick auf die Wiederwahl von Donald Trump in den USA könnte sie eine noch wichtigere Akteurin werden. In den vergangenen Wochen soll es mehrfache Kontakte zwischen amerikanischen Diplomaten und dem Palazzo Chigi, Melonis Amtssitz in Rom, gegeben haben. So schreiben es italienische Medien.

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Die besten Wirtschaftsbücher zu Weihnachten

Ob Wikingerinnen, Uhrhandwerk oder Alkoholabstinenz: Diese zehn Sachbücher aus 2024 versprechen überraschende Einblicke in neue Welten – und sind eine Empfehlung für Last-Minute-Geschenke.

Düsseldorf. Lesen ist eine der einfachsten Methoden, um sich weiterzubilden. Mithilfe von Büchern lassen sich Themen ergründen, von denen man bisher noch nichts wusste – oder für die man sich schon seit Jahren interessiert.

Falls Sie noch ein Last-Minute-Weihnachtsgeschenk suchen oder nach Lesestoff für die ruhigere Zeit zwischen den Jahren, werden Sie hier fündig: Die Handelsblatt-Redaktion empfiehlt Ihnen zehn Sachbücher aus der zweiten Jahreshälfte. Vergangene Woche haben wir an dieser Stelle übrigens zehn Romane vorgestellt.

Wussten Sie, dass Afrika 14 Mal größer ist als Grönland? Selbst wenn Sie schon von der „Mercator-Verzerrung“ gehört haben, lohnt sich die Lektüre von „Mapmatics: Wie Karten unser Weltbild prägen“. Denn die polnische Mathematikerin Paulina Rowinska beleuchtet in ihrem Buch sehr viele Arten, wie unsere Wahrnehmung der Realität durch Karten beeinflusst wird: sei es durch eine überproportional große Darstellung von äquatorfernen Regionen oder Verschiebungen von Wahlkreisgrenzen. Und sie beantwortet die Frage, warum das mathematische Küstenlinien-Paradox einen großen Grenzkonflikt auslöste.

„Mapmatics“ erklärt auch, wie kompliziert es ist, eine Küstenlinie zu vermessen. Rowinska gibt obendrein praktische Tipps, wie aus Karten mehr nützliche Informationen gewonnen werden können. Zugleich bleibt sie dabei verständlich (auch für Nicht-Naturwissenschaftler) und erfrischend kurzweilig: Alle der zahlreichen Unterkapitel sind unter zehn Seiten lang. Und am Beispiel des Paketzustellers UPS beschreibt Rowinska, wie das Unternehmen per Algorithmus die effizientesten Routen für die Lieferung findet, um damit Hunderte Millionen Dollar jährlich einzusparen.

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Co-Autoren: Ben Mendelson, Anne Koschik, Luisa Bomke, Nadine Schimroszik, Nell Rubröder, Markus Hinterberger, Teresa Stiens, Isabelle Wermke

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Ist Europa bereit für Trumps Comeback?

Nach dem Sieg Donald Trumps bei der US-Präsidentschaftswahl stellt sich die EU auf vier schwierige Jahre ein. Welche Konfliktfelder sich auftun und wo die Europäer handeln müssen.

Brüssel, Paris, Kiew, München. Die Europäer wachten am Mittwoch zu der Nachricht auf, die viele seit Langem befürchtet hatten. Der Sieg des Republikaners Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl bedeutet, dass die EU sich auf vier konfliktreiche Jahre mit ihrem wichtigsten Partner einstellen muss.

Gleich am Morgen telefonierten Bundeskanzler Olaf Scholz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron miteinander. „Wir werden uns in diesem neuen Kontext für ein geeinteres, stärkeres und souveräneres Europa einsetzen“, schrieb Macron hinterher auf der Onlineplattform X. „Dabei werden wir mit den Vereinigten Staaten von Amerika zusammenarbeiten und unsere Interessen und Werte verteidigen.“

Anders als nach Trumps erstem Wahlsieg im Jahr 2016 fühlen sich die Europäer diesmal vorbereitet. Die zentrale Botschaft aus den Hauptstädten lautete daher: Es gibt keinen Grund zur Panik. „Wir kennen Trump“, sagt ein EU-Diplomat. „Wir wissen, dass man mit ihm verhandeln kann.“

In den vergangenen Wochen haben die EU-Kommission und Vertreter der Mitgliedstaaten intern verschiedene Szenarien durchgespielt, was in der Handelspolitik und der Außenpolitik drohen könnte – und mögliche Antworten überlegt.

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Co-Autoren: Mareike Müller, Carsten Volkery, Gregor Waschinski

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