Wie Hotels zu flexiblen Arbeitsplätzen werden

Unser Autor hat sechs Wochen lang das Angebot von AT World getestet. Per App lassen sich flexibel Arbeitsplätze in Coworking-Spaces und Hotellobbys buchen. Was taugt das Konzept?

München, Halle, Köln. Nach Dienstschluss radle ich vom Münchener Handelsblatt-Büro nach Hause, in den Süden der Stadt. Nichts gegen die alte Jura-Maschine, die bei uns im Büro steht, aber Kaffee von der Siebträgermaschine schmeckt einfach besser. Außerdem bin ich an diesem Tag Anfang Juni neugierig auf die frisch installierte App, die ich gerade testen darf. Also stoppe ich beim Motel One am Hauptbahnhof, eines von 14 Hotels allein in der Münchener Innenstadt, die ich zum „Touchdown“ nutzen kann.

So nennt AT World das Arbeiten in der Hotellobby. Ich setze mich an die Bar, zeige meine App auf dem Smartphone vor und bestelle einen Cappuccino.

Per Wisch kann ich das Freigetränk einlösen, auch Tee oder Wasser sind möglich – und könnte hier, wäre es nicht schon früher Abend, noch stundenlang auf einem der Sessel oder an den Tischen mit meinem Laptop arbeiten.

Insgesamt sechs Wochen werde ich das Angebot von AT World kostenfrei testen. Dafür hat mir das Start-up, das zum Immobiliengiganten Aroundtown gehört, die „Unlimited“-Mitgliedschaft freigeschaltet, den besten Tarif, bei dem unter anderem unendliche Check-ins in Lobbys und Coworking-Spaces möglich sind.

Mehr als 600 Locations gibt es in Deutschland, weltweit wirbt das Unternehmen mit „2500 Arbeitsumgebungen“. Wie genau funktioniert das Angebot – und lohnt es sich wirklich?

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