Ist Europa durch die Energiekrise auf dem Weg zum deindustrialisierten Kontinent?

Glashersteller in Frankreich, Stahlwerke in Spanien, Düngemittelfabriken in Polen: Überall in der EU wird die Produktion gedrosselt oder eingestellt.

Paris, Rom, Madrid, Berlin. Die Schwierigkeiten des Glasherstellers Duralex machten Schlagzeilen in Frankreich: Mit den Bechern des Unternehmens sind Generationen von Franzosen aufgewachsen, die robusten Gläser gehören in vielen Schulkantinen zur Standardausstattung. Nun schließt die Firma im Departement Loiret für fünf Monate die Werkstore – wegen der hohen Energiepreise.

Die Kosten für Energie entsprächen inzwischen 46 Prozent des Umsatzes, sagte Duralex-Chef José-Luis Llacuna am Mittwoch dem Fernsehsender BFM Business. Es sei unter den derzeitigen Bedingungen unmöglich, die Produktion fortzusetzen. Daher begebe man sich in einen „Energie-Lockdown“.

Das Schicksal der Duralex-Gläser ist für die Franzosen keineswegs nur eine nostalgische Angelegenheit. Dahinter steht die Frage, was von der ohnehin schon dezimierten industriellen Basis der zweitgrößten Volkswirtschaft der EU in einigen Jahren noch übrig bleibt.

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Co-Autoren: Gregor Waschinski, Sandra Louven, Mathias Brüggmann

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