„Material World“ von Ed Conway ist das beste Wirtschaftsbuch des Jahres

Der britische Journalist gewinnt den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis mit seinem Werk über Rohstoffe. „Die Sprache des Kapitalismus“ von Simon Sahner und Daniel Stähr gewinnt den Leserpreis.

Frankfurt. Für den Gewinner des Abends ist es eine ganz besondere Woche: Vor ein paar Tagen wurde Ed Conways Sohn geboren. Mitten in der Verleihung des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises muss der Brite noch mal schnell Windeln wechseln – das gibt er lächelnd zu, als er die Glückwünsche virtuell in London entgegennimmt.

Mit knappem Vorsprung hat die Jury sein Buch „Material World“ zum Preisträger gekürt. Darin beschäftigt sich der Wirtschaftsjournalist Conway, Jahrgang 1979, intensiv mit dem globalen Hunger nach Rohstoffen: Er erzählt anhand von Sand, Salz, Eisen, Kupfer, Öl und Lithium die Geschichte der Rohstoffe über mehrere Jahrhunderte hinweg – und macht deutlich, in welchem Dilemma sich die Welt angesichts des wachsenden Bedarfs befindet.

Bereits zum 18. Mal verlieh das Handelsblatt mit Unterstützung der Frankfurter Buchmesse, der Investmentbank Goldman Sachs und des Onlinebrokers Robomarkets Deutschland den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis. Bei einer feierlichen Gala im Rahmen der Buchmesse feierten rund 150 Gäste die Volljährigkeit des Wirtschaftsbuchpreises. „2007 kam gerade das erste iPhone auf den Markt“, sagte der Juryvorsitzende Hans-Jürgen Jakobs, ehemaliger Chefredakteur des Handelsblatts.

(…)

Seit März 2018 sind alle Handelsblatt-Artikel hinter einer harten Paywall. Um Zugriff auf den kompletten Text zu bekommen, brauchen Sie ein Handelsblatt-Abo. Lesen Sie hier weiter: https://www.handelsblatt.com/arts_und_style/literatur/wirtschaftsbuchpreis/deutscher-wirtschaftsbuchpreis-2024-material-world-von-ed-conway-ist-das-beste-wirtschaftsbuch-des-jahres/100078835.html

Co-Autorin: Claudia Panster

Veröffentlicht unter Handelsblatt, Kultur | Verschlagwortet mit , | Schreib einen Kommentar

Giorgia Meloni – die kraftvollste Regierungschefin Europas

Viele Regierungen in Europa sind angeschlagen. Nur in Italien hält sich die ultrarechte Ministerpräsidentin seit zwei Jahren stabil im Amt – und bestimmt die Migrationsagenda Europas.

Brüssel, München. Perfekter hätte sich Giorgia Meloni das Drehbuch kaum selbst schreiben können: Einen Tag vor dem EU-Gipfel in Brüssel, der ganz im Zeichen der Migrationsdebatte steht, legte am Mittwoch das erste Boot mit Migranten in Albanien an. Hier sollen die 16 Männer aus Bangladesch und Ägypten, aufgefischt im Mittelmeer, in einem Aufnahmelager untergebracht werden. Hier soll in einem weiteren Lager später über ihren Asylantrag entschieden werden. Und von hier sollen sie bei einem negativen Entscheid direkt abgeschoben werden.

Es ist ein Novum in Europa, dass so etwas außerhalb der EU-Grenzen passiert. Und das alles unter Melonis Regie: Denn den Deal mit Albanien hatte die rechte Regierungschefin schon vor einem Jahr mit Tiranas Premier Edi Rama eingefädelt. Albanien führt die italienischen Asylverfahren auf seinem Territorium durch – unter Aufsicht von römischen Beamten. Etwa 670 Millionen Euro soll das Experiment den italienischen Staat in den nächsten fünf Jahren kosten.

Vor zwei Jahren hätte niemand erwartet, dass ausgerechnet die Rechtspopulistin aus Rom eine dominierende Rolle im EU-Rat spielen wird. Doch die Migrationsdebatte spielt ihr in die Hände. Auch profitiert sie davon, dass die Regierungschefs der anderen großen EU-Länder politisch angeschlagen sind.

(…)

Seit März 2018 sind alle Handelsblatt-Artikel hinter einer harten Paywall. Um Zugriff auf den kompletten Text zu bekommen, brauchen Sie ein Handelsblatt-Abo. Lesen Sie hier weiter: https://www.handelsblatt.com/politik/international/italien-giorgia-meloni-die-kraftvollste-regierungschefin-europas/100077667.html

Co-Autor: Carsten Volkery

Veröffentlicht unter Handelsblatt, Politik | Verschlagwortet mit , | Schreib einen Kommentar

Warum sich der radikale Ökoplan dieses Italieners ausgezahlt hat

Von einer zu 263 Millionen Euro Umsatz – Davide Bollati hat das Kosmetik-Unternehmen seiner Eltern groß gemacht. Er erkannte einen Trend früher als die restliche Branche.

Parma. Wenn Davide Bollati an seinen Einstieg ins elterliche Unternehmen denkt, kommt ihm vor allem Gestank in den Sinn: „Es roch in meinem Büro immer nach Socken oder Schuhen“, sagt er. Der Schreibtisch des Juniors stand damals in der Umkleidekabine der Produktionshalle. 1992 war das, Bollati hatte gerade sein Studium der Kosmetikwissenschaften in New Jersey hinter sich, zuvor hatte er Pharmazie in Parma studiert.

Die Eltern gründeten dort 1983 ein kleines Labor, produzierten Shampoos für die Haarpflegeindustrie. Mutter Silvana kümmerte sich als Chemikerin um die Rezepte, Vater Gianni fuhr mit einem Fiat-Transporter zu den Großhändlern. „Das Unternehmen hatte einen Umsatz von einer Million Euro, und es gab etwa zehn Mitarbeiter“, erinnert sich Bollati.

Neun Jahr später, 1992, fällt auch die Entscheidung der Familie, eine eigene Haarpflegemarke zu gründen: Davines, ein Vornamensmix der Geschwister Davide und Stefania. 1996 kommt mit Comfort Zone eine Kosmetikmarke dazu.

Heute hat die Davines-Gruppe mehr als 960 Mitarbeiter, beliefert 45.000 Friseurbetriebe und 5600 Spa- und Beautysalons in rund 90 Ländern. Im vergangenen Jahr fuhr Bollati, längst Verwaltungsratschef des Unternehmens, einen Rekordumsatz von 263 Millionen Euro ein. Weil der „Presidente“ von Beginn an auf starke Internationalisierung gesetzt hat – und auf nachhaltige Produkte.

(…)

Lesen Sie hier das gesamte Storytelling: https://story.handelsblatt.com/warum-sich-der-radikale-okoplan-dieses-italieners-ausgezahlt-hat

Veröffentlicht unter Handelsblatt, Wirtschaft | Verschlagwortet mit , , , | Schreib einen Kommentar

Welches Wirtschaftsbuch ist Ihr Favorit?

Zum dritten Mal wird beim Deutschen Wirtschaftsbuchpreis eine Ehrung vergeben, über die nur Sie als Leserinnen und Leser entscheiden. Hier geht es zur Abstimmung.

Düsseldorf. Die Jury des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises hat getagt – welches Werk in diesem Jahr gewonnen hat, wird jedoch erst am 18. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse verraten. Bei einer feierlichen Verleihung vergeben Handelsblatt, Frankfurter Buchmesse, Goldman Sachs und RoboMarkets zum 18. Mal den mit 10.000 Euro dotierten Preis.

Aber auch Sie können mitbestimmen: Zum dritten Mal gibt es zusätzlich einen undotierten Leserpreis. Bis zum 17. Oktober um 12 Uhr können Sie über Ihren Favoriten abstimmen.

Welcher der zehn Titel auf der Shortlist verkörpert das Motto des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises, „Wirtschaft verstehen“, am besten?

Die in diesem Jahr von allen führenden Verlagen Deutschlands eingereichten Bücher sind sehr vielfältig: Sie handeln etwa von Russlands Zukunft, der Gefahr von Cyberkriminalität, den Herausforderungen von Künstlicher Intelligenz, dem globalen Müllproblem, dem Kampf um Rohstoffe und der Zukunft Europas.

(…)

Seit März 2018 sind alle Handelsblatt-Artikel hinter einer harten Paywall. Um Zugriff auf den kompletten Text zu bekommen, brauchen Sie ein Handelsblatt-Abo. Lesen Sie hier weiter: https://www.handelsblatt.com/arts_und_style/literatur/wirtschaftsbuchpreis/leserpreis-2024-welches-wirtschaftsbuch-ist-ihr-favorit/100070996.html

Veröffentlicht unter Handelsblatt, Kultur | Verschlagwortet mit | Schreib einen Kommentar