Kein Krisenende in Sicht: Südeuropas Tourismusbranche sucht ein neues Geschäftsmodell

Die EU-Kommission will Reisen weiter einschränken, Deutschland diskutiert über Flugverbote. Die Reisebranche wird laut Experten auch über 2021 hinaus in der Krise sein.

Istanbul, Paris, Athen, Madrid, Rom. Vor allem für den Tourismus ist die Corona-Pandemie desaströs: Nach Angaben der Welt-Tourismus-Organisation UNWTO sind die internationalen Ankünfte im vergangenen Jahr weltweit um 74 Prozent eingestürzt.100 bis 120 Millionen Jobs in der Branche seien gefährdet, erklärte die Organisation am Donnerstag.

Die Branche – und vor allem die Reisehungrigen selbst – hatten nach einem von Corona-Restriktionen geprägten Jahr darauf gehofft, dass 2021 wieder Ferien im Ausland möglich sein werden.

Doch steigende Infektionszahlen, neue Virusmutationen und ein schleppender Impfprozess trüben auch diese Hoffnung – und zwar nicht nur für das laufende Jahr. Die UNWTO rechnet damit, dass der internationale Tourismus erst in zweieinhalb bis vier Jahren wieder sein Vorkrisenniveau erreichen wird.

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Co-Autoren: Ozan Demircan, Thomas Hanke, Gerd Höhler, Sandra Louven

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Andrea Orcel wird neuer Unicredit-CEO

Das monatelange Machtvakuum ist endlich vorbei: Der Italiener Andrea Orcel wird Nachfolger von Jean Pierre Mustier bei der Mailänder Großbank.

Frankfurt, Rom. Für Andrea Orcel muss sich der neue Posten in Mailand wie eine Rückkehr zu den Ursprüngen anfühlen: Mehr als 20 Jahre ist es her, dass der Italiener dabei mithalf, die Unicredit-Gruppe aus der Taufe zu heben. Als Investmentbanker wirkte der heute 57-Jährige damals am Merger von Unicredito und Credito Italiano mit, auch bei der Übernahme der Münchener Tochter Hypovereinsbank (HVB) war er einer der Berater. Nun wird Orcel CEO der Unicredit, Italiens zweitgrößter Bank.

Mit der Personalie, über die seit Tagen spekuliert wird und die Unicredit am Mittwochabend bestätigt hat, findet ein monatelanges Machtvakuum sein Ende. Bereits im November kündigte Noch-Chef Jean Pierre Mustier an, sein Amt Mitte April zur Hauptversammlung abzulegen.

Der 60-jährige Franzose soll sich seit Jahren gegen Fusionen und Zukäufe gestellt haben. Am Ende zerstritt er sich wohl über die langfristige Strategie mit dem Verwaltungsrat.

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Co-Autor: Michael Maisch

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Italien braucht Stabilität statt Krise

Nach Giuseppe Contes Rücktrittsgesuch ist der Regierungswechsel in Rom unausweichlich. Es droht jedoch ein zwischenzeitliches belastendes Machtvakuum. Ein Kommentar

Einen schlechteren Zeitpunkt hätte es für die Regierungskrise in Rom nicht geben können. In diesem Jahr trägt das Land erstmals in der Geschichte das Treffen der 20 größten Industrienationen aus, beim Klimagipfel ist Italien Co-Host mit Großbritannien. Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte beim digitalen Davos-Forum, welche zentrale Rolle die G20 und deren italienische Präsidentschaft hätten, um die Weltwirtschaft wieder in Gang zu setzen.

Führungsstärke aus Rom ist gefragt, keine Schwäche. Das gilt nicht nur für die Überwindung der Krise in Italien selbst. Es gilt für eine Überwindung der Krise in ganz Europa.

Die EU steht im zweiten Jahr der Pandemie vor großen Herausforderungen, die sich nur in enger Abstimmung der Nationalstaaten lösen lassen: die Eindämmung des Virus und seiner Mutationen, das Ausrollen von wirksamen Impfkampagnen – und vor allem auch eine Stärkung der Wachstumskräfte.

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Italiens Premier ist zurückgetreten – und arbeitet am Comeback

Giuseppe Conte will sich in der innenpolitischen Krise ein neues, stärkeres Mandat verschaffen. Selbst Silvio Berlusconi ist wieder mit im Spiel.

Rom. Im wochenlangen Poker um Italiens Macht hat Premier Giuseppe Conte neue Karten auf den Tisch gelegt: Obwohl der 56-Jährige in der vergangenen Woche zwei Vertrauensabstimmungen im Parlament sehr knapp gewonnen hat, hat er am Dienstagvormittag seinen Rücktritt erklärt. Was auf den ersten Blick absurd klingt, folgt einer klaren Taktik: Conte versucht mit dem Schritt seine Macht zu sichern, mit einer neuen Regierung – und einer stärkeren Mehrheit.

Um 9.30 Uhr kam das Kabinett zusammen. Bei dem Treffen erklärte Conte seinen Rücktritt, dankte seinen Ministern für die gemeinsamen Monate. Um 12 Uhr wird er im Quirinalspalast erwartet – dem Sitz des Staatspräsidenten. Sergio Mattarella könnte Conte mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragen – wenn er denn eine stabile Mehrheit vorweisen kann. Gibt es sie nicht, könnte Mattarella auf Neuwahlen bestehen, bei der es laut aktuellen Umfragen eine Mehrheit für den rechten Oppositionsblock geben würde.

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