Ist Postfaschistin Meloni eine Brückenbauerin für Trump?

In Deutschland und Frankreich kriselt es, während die Italienerin immer mächtiger wird. Sie könnte Trumps erste Ansprechpartnerin in Europa werden, auch dank ihrer Freundschaft mit Elon Musk.

Rom. Giorgia Meloni feierte die Wahl der neuen EU-Kommission als Sieg für „alle Italiener“. Es sei kein Triumph ihrer Regierung – das war der Ministerpräsidentin ganz wichtig. Aber natürlich ist er vor allem das: Meloni hatte monatelang darum gerungen, ihren Vertrauten Raffaele Fitto als Kommissionsvize durchzusetzen und mit der Regionalförderung auch noch ein wirtschaftlich wichtiges Ressort zu gewinnen. Kommissionschefin Ursula von der Leyen betonte: „Das ist eine Entscheidung, die ich getroffen habe.“

Fitto gehört genau wie Meloni zur postfaschistischen Partei „Fratelli d’Italia“. Im Gegenzug wurde von der Leyen auch mit Stimmen aus den Reihen der Fratelli zur zweiten Amtszeit gewählt.

Im EU-Parlament ist damit die viel zitierte „Brandmauer“ längst gefallen: Gleich mehrmals stimmte die konservative EVP-Fraktion, in der auch CDU und CSU sitzen, zuletzt gemeinsam mit rechten und rechtsextremen Parteien ab, unter anderem mit Melonis Fratelli.

Melonis Macht in Europa ist damit auf einem neuen Höhepunkt. Mit Blick auf die Wiederwahl von Donald Trump in den USA könnte sie eine noch wichtigere Akteurin werden. In den vergangenen Wochen soll es mehrfache Kontakte zwischen amerikanischen Diplomaten und dem Palazzo Chigi, Melonis Amtssitz in Rom, gegeben haben. So schreiben es italienische Medien.

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