Was die Umstellung auf Winterzeit mit dem Körper macht

An diesem Wochenende wird schon wieder an der Uhr gedreht. Welche Spuren hinterlässt das in unserem Tagesrhythmus? Und warum kann sich die EU nicht auf eine einheitliche Zeit einigen?

München. An diesem Wochenende ist es wieder so weit, in der Nacht auf Sonntag drehen wir in Deutschland die Uhr von 3 auf 2 Uhr morgens zurück. Wir gewinnen zwar eine Stunde Schlaf dazu – aber geht diese Umstellung an unserem Körper spurlos vorüber?

Seit Jahren mahnen Mediziner an, dass die Zeitumstellung abgeschafft werden solle. Es gibt dafür einen ganz eigenen Forschungszweig: die Chronomedizin. Sie untersucht, wie Eingriffe in unseren natürlichen Tagesrhythmus den Körper und die Gesundheit beeinflussen.

Vereinfacht gesagt wird der Mensch durch seine „innere Uhr“ gesteuert. Sie regelt fast alle Prozesse, von der Hormonproduktion bis zum Schlaf-Wach-Rhythmus. Der Körper passt sich dabei Licht und Dunkelheit an, gewöhnt sich an die 24 Stunden, die ein Tag umfasst. Die halbjährliche Zeitumstellung führt dann immer wieder zu einer Art „Mini-Jetlag“.

Vor allem die Umstellung im Sommer sehen Experten kritisch: „Uns wird im Frühjahr immer eine Stunde geklaut, ohne dass wir die Zeit haben, uns anzupassen“, sagt der Schlafmediziner Hans-Günter Weeß. Im Urlaub könnte man sich langsam an einen Jetlag gewöhnen. Bei der Zeitumstellung im stressigen Alltag gelinge das nicht. „Hinzu kommt, dass sich der Tag künstlich verlängert“, sagt Weeß. Durch die Helligkeit werde der Schlafbotenstoff Melatonin nicht gebildet.

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