Wem junge Wähler in Europa ihre Stimme gegeben haben – und warum

Die Europawahl war ein Denkzettel für die Bundesregierung. Vor allem die jungen Wählerinnen und Wähler haben der Ampel den Rücken gekehrt und rechtskonservativ gewählt.

Berlin. Zum ersten Mal durften bei der Wahl zum Europaparlament in Deutschland Menschen ab 16 Jahren wählen. Im Wahlkampf wurde ihnen von den etablierten Parteien lange Zeit wenig geboten. Neun Wochen vor der Europawahl versuchte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) mit einem Tiktok-Account das Ruder noch einmal herumzureißen – vergeblich. Denn eines haben die jungen Wählerinnen und Wähler bei der Europawahl am vergangenen Sonntag deutlich gemacht: Sie haben den etablierten Parteien den Rücken gekehrt.

Stattdessen unterstützten viele von ihnen rechte und konservative Parteien. Besonders bemerkenswert ist die Zustimmung der 16- bis 24-Jährigen zur rechtspopulistischen AfD, die nach einer Analyse von Infratest dimap in dieser Altersgruppe mehr als zehn Prozentpunkte zulegen konnte. Zusammen mit der Union liegt die Partei in der Gunst der jungen Wählerinnen und Wähler an erster Stelle.

Rechte Parteien legten nicht nur bei den jüngeren Wählern, sondern insgesamt bei der Europawahl stark zu. Allerdings haben die beiden rechten Fraktionen im Europaparlament weniger hinzugewonnen, als manche Umfragen vor der Wahl erwarten ließen.

Viele Jungwähler zog es zu kleineren Parteien. In Deutschland erhielten die Parteien, die in den Wahlgrafiken meist unter „Sonstige“ aufgeführt sind, fast ein Drittel der Stimmen der Jugendlichen.

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Co-Autoren: Josefine Fokuhl, Dietmar Neuerer

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