Von der Leyen flirtet mit Meloni – Bröckelt die Brandmauer in Europa?

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen schließt eine Kooperation mit Italiens rechter Ministerpräsidentin in einer Debatte am Donnerstag nicht aus. Sie ist auf sie angewiesen.

Brüssel, Rom, Berlin. Zumindest mit einem Thema sorgt die amtierende EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen derzeit für eine Kontroverse: Sie habe mit Italiens rechter Regierungschefin Giorgia Meloni sehr gut im Europäischen Rat zusammengearbeitet, sagte von der Leyen bei der Debatte der europäischen Spitzenkandidaten am Donnerstag.

Meloni sei für Europa und klar gegen Putin. Und sie sei auch für Rechtsstaatlichkeit. „Wenn das so bleibt – dann bieten wir an, zusammenzuarbeiten.“

Es ist nicht das erste Mal, dass die christdemokratische Politikerin sich dahingehend äußert: „Es hängt sehr stark davon ab, wie sich das Parlament zusammensetzt und wer in welcher Fraktion sitzt“, sagte von der Leyen nur wenige Wochen zuvor über eine mögliche Zusammenarbeit mit der rechtskonservativen Fraktion „Europäische Konservative und Reformer“ (EKR). Sind die Rechten in Europa nun salonfähig geworden?

Von der Leyen, Spitzenkandidatin der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP) für die Europawahl in zwei Wochen, hat sich zuletzt häufig mit Meloni getroffen. Sie flogen zusammen nach Tunesien für einen möglichen Flüchtlingsdeal, warben in Ägypten für eine Energiepartnerschaft, waren gemeinsam in der Ukraine, trafen sich in der Region Emilia-Romagna, die im vergangenen Jahr überflutet wurde.

(…)

Seit März 2018 sind alle Handelsblatt-Artikel hinter einer harten Paywall. Um Zugriff auf den kompletten Text zu bekommen, brauchen Sie ein Handelsblatt-Abo. Lesen Sie hier weiter: https://www.handelsblatt.com/politik/international/europawahl-2024-von-der-leyens-flirt-mit-giorgia-meloni/100037265.html

Co-Autoren: Daniel Delhaes, Olga Scheer

Dieser Beitrag wurde unter Handelsblatt, Politik abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.