Macron hat die erste Runde gewonnen, doch aufatmen kann Europa noch nicht. Ein Sieg Le Pens in der Stichwahl wäre verheerender als der Brexit.
Brüssel. Europa stehen zwei Wochen des Wartens bevor. Zwar holte Amtsinhaber Emmanuel Macron am Sonntag in der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahl mehr Stimmen als erwartet. Am Ende lag der liberale Politiker mit 27,6 Prozent mehr als vier Prozentpunkte vor der zweitplatzierten Rechtspopulistin Marine Le Pen.

Aber die Umfragen für die Stichwahl zwischen den beiden am 24. April sind so eng, dass die Gefahr eines Rechtsrucks im Élysée-Palast noch nicht gebannt ist. Eine Umfrage sieht Macron denkbar knapp bei nur 51 Prozent. Beim letzten Duell mit Le Pen vor fünf Jahren hatte er noch 66 Prozent geholt.
Aufatmen können die Europäer daher noch nicht. Der liberale Europa-Abgeordnete Guy Verhofstadt twitterte: „Macron gewinnt die erste Runde, aber die Schlacht hat erst begonnen.“ Er fügte hinzu: „Zwei Wochen, um Putins Verbündete aus dem Élysée fernzuhalten.“
(…)
Seit März 2018 sind alle Handelsblatt-Artikel hinter einer harten Paywall. Um Zugriff auf den kompletten Text zu bekommen, brauchen Sie ein Handelsblatt-Abo. Lesen Sie hier weiter: https://www.handelsblatt.com/politik/international/macron-gegen-le-pen-zwei-wochen-um-putins-verbuendete-aus-dem-elysee-zu-halten-so-reagiert-europa-auf-frankreichs-wahl/28243952.html
Co-Autoren: Sandra Louven, Carsten Volkery
