Italien, Spanien, Frankreich: Langsame Verwaltung verzögert Start von Coronafonds-Projekten auf 2022

Die EU-Coronahilfen sollten die Länder durch die Krise bringen. Doch nun wirken die Brüsseler Milliarden erst, wenn die Erholung in vollem Gang ist.

Paris, Madrid, Rom. In einer historischen Entscheidung haben sich die EU-Mitglieder im Sommer 2020 erstmals zu einer gemeinsamen Schuldenaufnahme durchgerungen. Mit dem Geld wird der europäische Wiederaufbaufonds gespeist, im Fachjargon „Next Generation EU“. Er hat zwei Ziele: Den Konjunktureinbruch abzufedern und die Volkswirtschaften nachhaltiger und krisenfester zu machen.

Inzwischen nimmt das Wirtschaftswachstum in Südeuropa zwar Fahrt auf. Die EU-Fonds haben daran aber nur einen sehr geringen Anteil. In den beiden größten Empfängerländern – Italien und Spanien – kommt die Maschinerie für die Projektvergabe erst langsam in Gang. Ausschreibungen für wichtige Großprojekte gibt es noch keine. Italien und auch Frankreich nutzen die Hilfen aus Brüssel bislang vor allem, um bereits bestehende Projekte zu fördern.

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Co-Autorinnen: Tanja Kuchenbecker, Sandra Louven

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