Digitale Kunst: Handelsblatt-Cover und Rom-Fotos als NFT

Wie erstellt man digitale Kunst? Wie lässt sich ein NFT verkaufen – ein einmaliges digitales Produkt, fälschungssicher auf der Blockchain gespeichert? Mittlerweile ist mein Selbstversuch erschienen, alle Handelsblatt-Cover sind bereits verkauft! Aber noch immer gibt es fünf meiner Rom-Fotos. Wer sich eines kauft, bekommt einen Aperitivo von mir in der italienischen Hauptstadt!

Handelsblatt-Titel aus Januar 2022.
Illustration: Foreal

Sechs digitale Cover haben wir verkauft – die ersten „Non-fungiblen Token“ in der Handelsblatt-Geschichte. Die Cover hat mir unser Art Director Michel Becker – in Absprache mit den Illustratoren – freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Es gab die Titelblätter einmal so, wie sie auch ganz real am Kiosk als Wochenendausgabe erschienen sind: mit dem orangenen Handelsblatt-Schriftzug, der Ausgaben-Nummerierung, dem Strichcode für den Einzelhandel, den Preisangaben (siehe links).

Zusätzlich gab es die Titelblätter dann aber auch noch als reine Illustrationen: ohne Schriftzüge, ohne „störendes Beiwerk“, also einfach nur die reine Kunst.

Illustration zum Handelsblatt-Titel „Traumberuf Privatier“, Dezember 2021.
Illustration: Stephan Schmitz

Alle Cover habe ich bei der NFT-Plattform OpenSea verkauft. Damit auch die Illustratoren etwas von der Aktion haben, geht die Hälfte der generierten Einnahmen an die freischaffenden Künstler und Kreativagenturen, die hinter den tollen Entwürfen stehen.

Am Ende des Selbstversuchs haben wir den NFTs zudem eine „Utility“ gegeben, einen Nutzen in der physischen Welt: Alle Käufer der Handelsblatt-Cover haben ein exklusives Ticket zum Handelsblatt-Korrespondentenabend Mitte Juni in Düsseldorf bekommen.

Dort kamen all wir in die Welt Ausgeschwärmten erstmals seit der Pandemie wieder zusammen und haben über „unsere“ Länder gesprochen. Im Anschluss konnte ich mich bei Bier und Wein mit drei netten Käufern der Cover über die NFT-Welt austauschen.

Blick von der Engelsburg in Rom.
Foto: Christian Wermke

Gleichzeitig habe ich eine Kollektion mit privaten Aufnahmen erstellt. Es sind allesamt Fotos, die ich hier in Italien während meiner Korrespondentenzeit gemacht habe. In „Secrets of Rome“ habe ich zehn bekannte und weniger bekannte Orte der Hauptstadt künstlerisch vererwigt. Fünf davon sind schon verkauft, fünf sind noch zu haben.

Diese NFTs gibt es für 0,05 Ether. Auch hier inklusive eines kleines Gimmicks: Wer eines der Fotos kauft, den lade ich in Rom zu einem Aperitivo ein. Einfach nach dem Kauf melden und wir finden einen Termin. Ich bin gespannt, ob Ihnen meine Aufnahmen gefallen – und freue mich über Feedback und Anregungen unter wermke@handelsblatt.com oder via Twitter.

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Unicredit verdoppelt Gewinn auch dank des Russlandgeschäfts – und erhöht die Prognose für 2022

Italiens zweitgrößte Bank hat nach eigenen Angaben das beste Halbjahresergebnis seit über zehn Jahren erzielt. Zum Problem könnten indes die italienischen Staatsanleihen im Portfolio werden.

Frankfurt, Rom Die italienische Großbank Unicredit hat im zweiten Quartal dieses Jahres alle Erwartungen übertroffen: Der Nettogewinn verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal auf knapp zwei Milliarden Euro, die Erträge stiegen um fast neun Prozent auf etwa 4,8 Milliarden Euro.

Analysten hatten im Vorfeld einen Nettogewinn von etwa einer Milliarde Euro erwartet. „Das sind die besten Halbjahresergebnisse in einer ganzen Dekade“, erklärte Bankchef Andrea Orcel am Mittwoch bei der Präsentation der Zahlen. Grund für die positive Entwicklung im zweiten Quartal seien unter anderem ein profitables Wachstum sowie geringere Kosten.

Auch das Polster beim Eigenkapital stieg an: Die harte Kernkapitalquote (CET 1) erhöhte sich auf 15,73 Prozent, Ende März waren es noch 14 Prozent gewesen. Die guten Zahlen erfreuten die Anleger an der Börse, der Aktienkurs legte bis zum Nachmittag um bis zu 8,5 Prozent zu.

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Co-Autor: Dennis Schwarz

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Masken, Quarantäne, Testpflicht: Was gilt derzeit wo in Europa?

Was muss man gerade beachten, wenn man durch Europa reist? Wo gibt es noch die Maskenpflicht? Was passiert, wenn man Covid im Urlaub bekommt? Der Überblick für die Ferienzeit.

Istanbul, Athen, Paris, Madrid, Rom. Die Sommerwelle rollt – und das nicht nur bezüglich des Ferienreiseverkehrs: In Europa setzt sich Omikron BA.5 durch. Seit Ende Juni ist die Subvariante des Coronavirus in vielen Ländern vorherrschend, auch in Deutschland.

Die Krankheitsverläufe bleiben laut Medizinern und Virologen zwar milder als bei vorherigen Mutationen. Grund zur Entwarnung ist das allerdings nicht, denn Omikron ist ansteckender als alle Vorgänger. Viele Geimpfte infizieren sich derzeit, in Europa steigen die Fallzahlen wieder an.

Was bedeutet das für die Urlaubssaison? In welchem Land gelten welche Regeln? Wo braucht es noch eine Maske? Was passiert bei einer Infektion in den Ferien? Ein Überblick aus Europas Tourismusdestinationen.

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Co-Autoren: Ozan Demircan, Gerd Höhler, Tanja Kuchenbecker, Sandra Louven

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Gefahr für die Euro-Zone? So tragfähig ist Italiens Schuldenlast wirklich

In Italien wird neu gewählt. Die Märkte reagieren verunsichert, die Zinsaufschläge für Staatsanleihen sind deutlich angestiegen. Was bedeutet das für den Rest der Euro-Zone?

Rom. Es war purer Zufall, dass die Europäische Zentralbank ihre Leitzinserhöhung ausgerechnet an dem Tag verkündete, an dem ihr ehemaliger Chef Mario Draghi in Italien endgültig als Ministerpräsident scheiterte.

Doch die Gleichzeitigkeit der Ereignisse hat die Finanzmärkte zusätzlich verunsichert: Der Zinsabstand zwischen deutschen und italienischen Staatsanleihen, der sich im Sommer vor einem Jahr noch zwischen 100 und 120 Basispunkten eingependelt hatte, schnellte am Ende der vergangenen Woche auf 234 Punkte hoch. Der Spread gilt unter Wirtschaftswissenschaftlern als Fieberthermometer der italienischen Staatsfinanzen.

„Was am Donnerstag passiert ist, war eine wirklich negative Kombination für Italien“, sagte US-Ökonom Kenneth Rogoff der Zeitung „La Stampa“. Der Abgang eines respektierten und geschätzten Premiers, gepaart mit einer Zinserhöhung habe den Spread erhöht – „und wird vor allem die Schuldenentwicklung beeinflussen“.

Derzeit liegt Italiens Schuldenstand bei rund 150 Prozent der Wirtschaftsleistung. Corona hat die Verschuldung in Rekordhöhen getrieben, nur Griechenland steht in der Euro-Zone schlechter da.

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Giorgia Meloni ist die neue Hoffnung der Italienischen Rechten

Die 45-Jährige liegt bei den Umfragen vorn und könnte Mario Draghi beerben. Rassismus, Konservatismus und Nationalstolz zeichnen ihre Partei „Fratelli d’Italia“ aus.

Rom. Giorgia Meloni teilt gerade ein Video auf all ihren Kanälen: „Unterschätzt uns nicht“, sagt die italienische Politikerin darin. „Wir sind Blut, Fleisch, Leidenschaft.“ Die Vergangenheit, die es für die Zukunft brauche. „Wenn wir nicht mehr da sind, werden unsere Kinder da sein. Und wenn unsere Kinder nicht mehr da sind, werden unsere Enkel da sein.“ Diese Geschichte – sie ende nie.

Vor erst fünf Jahren war die Partei „Fratelli d’Italia“ unter ihrer Vorsitzenden Meloni noch politisches Niemandsland, holte wenig später bei der Parlamentswahl gerade mal vier Prozent der Stimmen. Heute führt sie die Umfragen an – und Meloni könnte nach dem Rücktritt von Mario Draghi die erste Ministerpräsidentin in der italienischen Geschichte werden.

Wer ist die 45-Jährige, die möglicherweise bald die Politik in Europas drittgrößter Volkswirtschaft bestimmt? Und wie radikal ist die postfaschistische Partei, die Meloni selbst mit aufgebaut hat?

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